Lights All Askew In The Heavens Patrick Pollmeier 2018

Lights All Askew In The Heavens

(Nov2016 - Juli2018)

 

titelt die New York Times 1919 und katapultiert Albert Einstein damit auf den Olymp der theoretischen Physik. Einsteins Realtivitätstheorie ist zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Jahre alt. Doch genau so lange musste sich der querdenkende Wissenschaftler gedulden, ehe sein Gedankenexperiment durch zwei Fotografien bestätigt wird. Was seine Theorie bedeutet, das weiß jedoch kaum jemand. Die Fotografie, die Einsteins Idee aus der Welt der Theorie in die Realität überführte, kann hier erneut helfen ein Verständis zu schaffen. 

Die Relativitätstheorie beschreibt die Welt anders, als wir sie erleben. Sie wirft einen völlig neuen Blick auf unsere Welt und bringt das klassische Gefüge der Physik durcheinander. Fällt bei Newton der Apfel noch auf geradem Weg vom Baum auf den Boden, so sieht er sich in Einsteins Welt der Krümmung des Raums und schwarzen Löchern ausgesetzt. Einsteins besondere Leistung liegt in seiner Bereitschaft, Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen, selbst wenn das bedeutet, sicher geglaubte Konstanten aufzulösen; und nicht in der mathematischen Ausarbeitung dieser Theorie.


 
 Lights All Askew In The Heavens Patrick Pollmeier
 

Als sich 1919 der Mond vor die Sonne schiebt und diese verdunkelt, ist Sir Arthur Stanley Eddington bereit, um dieses Spektakel zu fotografieren. Er richtet seine Kamera auf den schwarzen Punkt am Himmel und belichtet einige Platten. Sir Arthur Stanley Eddington glaubt mit Hilfe dieser Fotografien Albert Einsteins Theorie zu Raum&Zeit bestätigen zu können. Die Platten zeigen verschobene Positionen einiger Sterne in Sonnennähe, wie sie Albert Einstein in seiner Relativitätstheorie voraussagte.

 

1900 schließt Einstein sein Diplom am Polytechnikum in Zürich ab. Als theoretischer Physiker beschäftigt er sich mit den aktuellen Fragen der Physik. Darunter auch die Frage nach der Lichtgeschwindigkeit. Wie schnell ist Licht? Verschiedene Experimente zeigen immer wieder, dass Licht sich scheinbar nur mit einer Geschwindigkeit bewegt. Jeder Versuch diese Geschwindigkeit zu beeinflussen scheitert. 

 
 Lights All Askew In The Heavens Patrick Pollmeier
 
 

Das Licht bewegt sich immer mit 299792 km/s. Dieses Messergebnis lässt sich nur schwer akzeptieren, widerstrebt es doch sämtlichen sonstigen Erfahrungen. Albert Einstein akzeptiert das Ergebnis. In seinem Labor gibt es nun eine neue feste Konstante. Wenn sich Licht mit nur einer festen Geschwindigkeit bewegen kann, dann müssen die anderen Werte variabel sein. Diese sind der Raum und die Zeit. Nichts scheint uns widersprüchlicher als diese Annahme, interpretieren wir doch täglich Raum&Zeit als Naturkonstanten. Albert Einstein ist jedoch bereit diese zu opfern und legt somit den Grundstein für seine weiteren Überlegungen. Betrachtet man Einsteins Gedanken im Gesamten, so scheint es als habe er eine Weltformel gefunden, die uns die Fragen nach dem Kleinsten ebenso beantwortet, wie die Frage nach dem Größten.

 
 Lights All Askew In The Heavens Patrick Pollmeier
 
 
 

Kollabiert ein Stern mit einer gewissen Masse am Ende seines Lebens, kann es dazu kommen, dass ein schwarzes Loch entsteht. Der Stern fällt in sich zusammen. Seine Masse wird auf einen unendlich kleinen Raum zusammengequetscht, wodurch seine gravitationale Stärke eine enorme Größe erreicht. Diese Gravation ist nun so stark, dass sie den Raum so sehr krümmt, dass es den Anschein macht als wäre ein Loch in diesem. Befindet sich ein schwarzen Loch zwischen Punkt A und Punkt B auf dessen Weg sich ein Lichtstrahl befindet, so stürzt dieser in die durch das schwarze Loch verursachte Krümmung des Raums. Durch die unmessbare Größe dieser Krümmung wird der Weg, den das Licht zurücklegen muss so groß, dass es nie wieder den Weg aus dem Loch heraus schafft. Diese Eigenschaft verleiht dem kollabierten Stern seinen Namen. Die Schwierigkeit liegt nun darin solch ein Objekt am schwarzen Himmel zu finden. Dies ist möglich, wenn man nicht nach dem schwarzen Loch an sich sucht, sondern nach den Auswirkungen, die es auf den Raum ausübt.

 
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Ausstellungsansichten

 Installationsansicht Werkschau FH Bielefeld SS2018 Lights All Askew In The Heavens Patrick Pollmeier