Patrick Sielhorst, Spieler des Vfb Schloß Holte im Interview. Fotografie und Interview Patrick Pollmeier erschienen im Westfalenblatt 2016

Patrick Sielhorst

im Interview


Es klingelt an der Tür. Aus der Gegensprechanlage kommt ein freundliches „Jo, Moooin“. Die Tür summt. Oben angekommen legt Patrick Sielhorst seine Jacke ab und nimmt Platz. Ob er sich bewusst ist, auf was für eine Art von Interview er sich hier einglassen hat?
 

Bei welchen Vereinen hast du bisher gespielt?
1. Rot-Weiß Ferne Minikicker
2. FC Stukenbrock bis zur E-Jugend
3. Vfb Schloß Holte - Stukenbrock
4. DSC Arminia Bielefeld
5. SC Verl
6. Vfb Schloß Holte - Stukenbrock
7. Oerlinghausen
8. Vfb Schloß Holte Stukenbrock

Wie bist du zum Fußball gekommen?
Als kleiner Dötz hatte ich irgendwie immer schon einen Ball an den Füßen. Da war es nur logisch, dass ich früher oder später auch einmal in einem Verein spielen werde.

Erinnerst du dich an die Fußballschule von Klaus Firscher?
Ja, daran kann ich mich noch gut erinnern. Ich glaube vom Verein gab es ein Freikontinent an Plätzen und ich wurde hingeschickt. Zu der Zeit wusste man einfach noch garnicht zu schätzen, wer da gerade vor einem steht. Das wird mir erst bewusst, wenn ich jetzt darauf zurückblicke. 

Rasen oder Kunstrasen?
Eigentlich mag ich Kunstrasen lieber. Der Ball ist schneller und das Spiel wird technischer, aber seit dem wir nun am Wochenende auf hochqualitativeren Rasenplätzen spielen dürfen, hat sich meine Meinung geändert. Das richtige Feeling kommt erst auf Rasenplätzen auf, und da kann man auch mal runter gehen.

Die Rückrunde wird legendär, weil ...
wir mehr Erfahrung haben und wir uns nicht mehr verstecken müssen. Wir konnten in der Hinrunde sehen, dass wir vielleicht doch wirklich auf Dauer in die Landesliga gehören und auch mit etablierten Mannschaften mithalten können.

Drei Wünsche für die nächste Saison
1. Früh viele Punkte holen
2. wir auch neben dem Platz ein gutes Team haben
3. mehr Tore schießen

Meine Stutzen ziehe ich über die Knie.
nein. Die enden knapp unter den Knien. Dafür bin ich nicht der Spielertyp und vielleicht einfach schon etwas zu reif (schmunzelnd).

Folgende Mannschaften verlassen die erste Bundesliga:
Ich hoffe ich trete jetzt niemandem auf den Schlips, aber: Hannover, Darmstadt, Hoffenheim

Das benötige ich für die Vorbereitung auf ein Spiel:
einen Kaffee, laute Musik und eine Magnesium-Tablette. Hektik kann ich vor dem Spiel garnicht gebrauchen. 

Der Song motiviert mich:
Show me love von Sam Feld, aber unbedingt den „EDXs Indian Summer Remix“

Wer ist dein Fußballidol?
mh, tja, das ist garnicht so einfach zu sagen. Ich finde Dahuud von Gladbach ist ein guter Spielertyp. Zwar hat er noch nicht so viel erreicht, dass ich ihn als Idol bezeichnen würde, aber ich finde, der ist einfach ein cooler Typ. Als wirkliches Idol würde ich Schweinsteiger bezeichnen. Das ist einfach einer von denen, mit so einer ganz besonderen Ausstrahlung.

Was machst du, wenn du nicht auf dem Platz stehst?
Wenn ich nicht auf dem Platz stehe, dann bin ich in der Bank. In der Mittagspause fahre ich kurz zurück nach Hause und packe meine Tasche. Die schmeiße ich dann in den Kofferraum, damit ich nach dem Feierabend direkt zum Training fahren kann. Ziemlich knapp das Ganze meistens.

Das fehlt dem Fußball momentan:
Typen, und zwar nicht nur auf dem Platz. Ich bin echt gelangweilt von diesen ganzen Standart Interviews. Mehr als die üblichen Floskeln kommt da doch selten bei rum. 

Auf dieser Position bin ich eine Niete:
Puh, irgendwie habe ich schon überall gespielt, aber ich glaube als links Verteidiger würde ich nicht gerade glänzen. Da gefällt es mir auf der 10 oder 6 schon besser. 

Mein Traumziel für die nächste Mannschaftsfahrt:
Malle? Ich war nämlich irgendwie noch nie dort.

Diese Rückennummer ist mein Favorite:
na auf jeden Fall nicht die 12, wie momentan.

Meine Schuhe sind immer ...
nach einem halben Jahr nicht mehr zu gebrauchen.

Das muss in der Rückrunde besser laufen:
weniger Gegentore nach Standarts. Da sind wir einfach zu nachlässig und verlieren viele Spiele unnötiger Weise. Wir brauchen da einfach noch mehr Eigenverantwortung.

Das hat mir in der Kreisliga B gefallen:
Das sind zwei von Grund auf verschiedene Welten. An der B-Liga gefallen mir natürlich die Kreisliga-Klassiker. Was das jetzt genau bedeutet darf sich jeder gern selbst ausmalen.

Die schlimmste Trainingsübung:
Ich weiß nicht genau, wie sie heißt, aber als in der Sommervorbereitung der Fitness-Trainer vom SC Verl bei uns war, gab es eine Übung mit einem Tau. Das wurde um einen Torpfosten gelegt und man musste dann die beiden Enden in die Hand nehmen und damit wedeln. Das war wirklich schlimm.

Mein Lieblingsclub:
FC Bayern

Darum haben wir gegen Arminia verloren:
wir haben die ein bisschen unterschätzt und sind zu locker ins Spiel gegangen. Außerdem war der Rasen zu hoch.

Pechvogel der Saison ist:
Für mich eindeutig Niko mit seinem Knie. 

Den Pass spiele ich am Liebesten:
Mh, das ist wohl der Diago auf die linke Seite. Oder auch auf die Rechte.

FIFA oder PES?
FIFA - aber ich bereue es jedes Mal.

Meine Lieblingsaufstellung bei FIFA:
4-3-3 oder 3-4-3 macht Bock. Aber auf dem realen Platz gefällt mir das klassische 4-5-1.

Meine schlimmste Verletzung:
Ich war noch nie wirklich verletzt.