Es ist der routinierte Gang durch die Städte unserer Zeit. Mit geschultem Auge orientiert sich an bekannten Orten der Einzelne an Hand weniger Ankerpunkte zielsicher von A nach B, ohne dabei das Gesehene wahrzunehmen. Reduziert auf wenige markante Merkmale entgehen dem Blick jegliche Facetten des Immanenten. Diese Arbeit hält einen Moment inne und spaltet das Gesehene auf, um genauer hinzusehen. Der individuelle Blick gleicht einer abstrahierten Erinnerung. Grob, emotional, bruchstückhaft. Die Kombination dieser führt jedoch zu einem größeren Bild, dass durch jede neue Wahrnehmung des Ankerpunkts erweitert werden kann.